Australien - Verwirklichung einer ganz verrückten Idee

 

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Montag, 18. Dezember 2006

Mainz – Clausthal-Zellerfeld
Mit der S-Bahn fahren wir nach Frankfurt und dann passiert das, was wir irgendwie schon erwartet hatten: Unser Zug nach Göttingen steht im Bahnhof fest wegen eines Triebwerkschadens. Da reisen wir einmal um die Welt und wo gibt es Verspätungen? Bei der Deutschen Bahn!
Zühlkes haben ohne unser Wissen mit Ingo vereinbart, dass sie uns in Göttingen abholen werden, da ist es uns egal, wie viel weitere Pannen der Zug auf der Weiterfahrt noch haben wird. Auch Christiane wird warten, denn sie möchte ja die Weihnachtsgeschenke haben, die wir aus Australien mitgebracht haben.

Das Haus ist zwar kalt, aber liebe Nachbarn haben uns zur Begrüßung Blumen, Kekse, Glühwein und einen Weihnachtsstern ins Haus gestellt, das lässt schon einmal das Herz warm werden. Kurze Zeit später spendet auch der Ofen wohlige Wärme. Das Auspacken der zwei kleinen Reisetaschen geht schneller, als wenn wir den Wohnwagen nach einer Woche Urlaub ausräumen müssen, überhaupt wollte niemand richtig glauben, dass dies unser gesamtes Reisegepäck war. Dabei habe ich einige der mitgenommenen Dinge überhaupt nicht gebraucht. Beim nächsten Mal können einige Hosen und Hemden hier bleiben, dafür kann ich mehr Mitbringsel einpacken. Beim nächsten Mal!
17.10.08 13:09


Sonntag, 17. Dezember 2006

Dubai – Frankfurt- Mainz
Das Hotel liegt nicht so schön wie das in Singapur, es ist eingeschlossen von anderen Hochhäusern dieser Größe, aber es sind nur wenige Minuten Fußweg zum Hafen und auch die Innenstadt kann man zu Fuß erreichen. Es bietet einen Pool auf der Dachterrasse, den wir am späten Vormittag nutzen und auf diese Weise den Aufenthalt in Dubai ruhig ausklingen lassen. Mit dem Taxi für diesmal elf Dirham sind wir in einigen Minuten am Flughafen, den wir ein wenig genauer anschauen als auf dem Hinflug. Wir setzen unser letztes Geld in Wein und Likör um, zum Schluss kauft Elke einige Datteln, nun haben wir überhaupt keine Dirham mehr. Die Besatzung auf unserem Flug nach Deutschland ist zum Teil deutschsprachig, das erleichtert die Verständigung. Mit etwas Verspätung starten wir, die wird aber in der Luft aufgeholt, sodass wir Frankfurt pünktlich erreichen. Dort erwarten uns die Kinder. Sie haben ein leckeres Essen vorbereitet, wir können es nur leider nicht richtig genießen, denn wir sind durch die gesamte Rückreise etwas müde und erschöpft.
17.10.08 13:08


Sonnabend, 16. Dezember 2006

Melbourne - Dubai
Beide Teilstrecken unseres Fluges verliefen völlig unproblematisch, auch das Hotel in Dubai haben wir für fünfzig Dirham erreicht. Dann aber kam die Überraschung, denn das Zimmer konnte erst um zwölf Uhr bezogen werden, wir standen aber schon um sieben Uhr in der Lobby. Wir haben das Beste daraus gemacht und schon einmal ein wenig Dubailuft geschnuppert. Die war zu dieser Zeit recht kühl (17 Grad), wurde auch im Laufe des Tages nie wärmer als 25 Grad, gerade angenehm, um am Hafen spazieren zu gehen. Auf eine Stadtrundfahrt haben wir verzichtet, wir wollten nicht schon wieder fünf Stunden im Auto sitzen. Also haben wir uns auch nach dem Einchecken und einer kurzen Erfrischungspause (ich im Pool auf dem Dach, Elke im Bett) wieder auf die Socken gemacht.
Unsere Füße qualmen jetzt zwar, wir haben aber viel gesehen und erlebt (Soukhs, Hafenfahrt, Essen in einer wilden Kneipe, Leben im und am Hafen). Dubai ist verrückt, auf der einen Seite hochmodern und protzig, auf der anderen wie im Mittelalter. Im Hafen stauen sich die LKW, die ihre Waren anliefern, die dann durch Kulis von Hand auf alte Holzschiffe geschafft werden. Limousinen wechseln ab mit Handkarren, schwarzgekleidete, dicht verschleierte Frauen telefonieren auf der Straße mit Handys, der Muezzin singt gegen Weihnachtslieder an.
Das Hotel hat uns eine Flasche Rotwein zur Begrüßung spendiert, die werden wir jetzt köpfen, es ist halb acht Uhr Dubai-Zeit, austrinken und dann wohl gut schlafen, denn der Schlaf ist etwas zu kurz gekommen in den letzten Stunden.
Während unseres dritten Marsches in die Stadt haben wir darüber gesprochen, ob es gut war, hier in Dubai eine Zwischenstation einzulegen, oder ob wir doch hätten in einem Rutsch nach Hause fliegen sollen. Beide hatten wir dieses Gefühl, dass wir jetzt möglichst schnell zurück wollten. Nach dem guten Essen und der Hafenfahrt waren wir jedoch froh, die Entscheidung so getroffen zu haben. Wir werden morgen erholter in der Heimat ankommen und dadurch wird der Abschluss unseres ganzen Unternehmens runder werden.
17.10.08 13:07


Freitag, 15 Dezember 2006

Healesville, Packtag
Gestern habe ich die Emails abgerufen. Ursula und Uwe sind gut in Göttingen angekommen und können uns am 18. doch nach Hause fahren. In der Zwischenzeit haben wir allerdings die Fahrpläne gecheckt und festgestellt, dass wir ohne Probleme auch mit dem Zug nach Goslar kommen und von dort mit dem Bus fahren oder uns von Zühlkes abholen lassen können.
Heute ist Aufräum- und Packtag. Wir müssen gegen 6.30 Uhr am Flughafen sein, das bedeutet bei einer Fahrzeit von über einer Stunde Abfahrt in Healesville um fünf Uhr. Ins Buch “Frühstück mit Kängurus” haben wir unsere Gedanken zu unserem Urlaub und das Dankeschön an die Gastgeber eingetragen, denn wir werden es Gisela zum Lesen hier lassen.
Sehr rechtzeitig, damit es keinen Stress gibt, fahren wir los und haben so viel Zeit am Flughafen. Das Einchecken geht trotz der vielen Passagiere zügig voran und deshalb können wir, nun nur noch mit den Rucksäcken beschwert, ein Abschiedsbier trinken gehen. Obwohl wir das Auf-Wiedersehen-Sagen so lange wie möglich hinauszögern, müssen wir irgendwann durch die Passkontrolle. Und nun fließen doch einige Tränen. Es war ja auch wirklich eine schöne Zeit bei Gisela und Bernd.
17.10.08 13:06


Donnerstag, 14. Dezember 2006

Abschied von Healesville
Bernd muss zur Arbeit, Gisela hat im Haus zu tun, wir setzen uns auf die Fahrräder und fahren eine Abschiedsrunde durch Healesville. Im Sanctuary trinken wir einen Kaffee. Elke findet im Laden noch ein paar Kleinigkeiten für die Kinder. Im Ort kaufen wir bei Coles Mohrrüben für den Abendsalat, Batterien für Gillas Kamera und im Op-Shop sieht Elke zwei Schnapsgläser, die wir auch noch mitnehmen. Im Park setzen wir uns auf eine Bank und sehen den Kindern auf dem Spielplatz und den Enten und Ibissen auf dem Rasen zu. Ich nicke ein, denn die Hitze, wir haben 38 Grad, die Schwüle, es sieht sehr nach Gewitter aus, und mein Hals machen mir richtig zu schaffen. So gestärkt geht es anschließend über die Hügel wieder zurück. Der Abend soll eigentlich kurz werden, weil Bernd morgen schon um sechs Uhr wegfahren muss, aber über den vielen Gesprächen wird es doch wieder Mitternacht. Und – es regnet!
17.10.08 13:05


Mittwoch, 13. Dezember 2006

Melbourne, Rückgabe des Womos
Bis 16.00 Uhr müssen wir den Wagen, der natürlich inzwischen ausgeräumt und gesäubert ist, abgegeben haben. Wir haben uns schon schlau gemacht, wie wir zu Maui kommen, außerdem wollen Bernd und Gilla uns begleiten und mit uns anschließend noch einen Zug durch die Großstadt machen.
Seit 13.00 Uhr haben wir kein Auto mehr. Das Finden der Maui-Station und die Übergabe verlaufen ganz reibungslos. Die Angestellte notiert den Kilometerstand, füllt einen Bogen aus und dann ist alles erledigt. Keine Kontrolle des Geschirrs, kein Ansehen der Bettwäsche, keine Außeninspektion. Ich fülle in der Zwischenzeit einen Bewertungsbogen aus. Alle Punkte kann ich nicht positiv beurteilen, aber das Auto hat uns sechstausend Kilometer treu gedient und an die Macken haben wir uns im Laufe der Zeit gewöhnt.
Durch das Hafengebiet fahren wir anschließend zum South Pier, laufen dort ein wenig herum, trinken einen Kaffee und weiter geht es nach St. Kilda. Hier herrscht eine Atmosphäre wie in Darling Harbour in Sydney. Cafés bieten Sahnetorten in allen Varianten an, junge Leute sitzen vor den Kneipen, das Bier fließt schon um fünf Uhr in Strömen. Bernd lädt uns zum Abschied zum Essen ein. In einem mondänen Hotel sitzen wir auf einer netten Terrasse und lassen uns eine ganz leckere Fischauswahl schmecken. Der Höhepunkt des Tages allerdings ist während der Rückfahrt eine Runde durch die Außenbezirke von Lilydale. Hier ist ein Haus schöner geschmückt als das andere. Santa Claus mit seinem Gefolge, Rentiere, Schlitten, Schneemänner, alles blinkt und glitzert in allen Farben. Fahrzeugschlangen wälzen sich durch die Straßen, vor einigen Häusern herrscht regelrecht Stau. Großeltern spazieren mit ihren Enkelkindern in der Dämmerung durch diese Idylle und bewundern den Weihnachtsschmuck.
17.10.08 13:05


Dienstag, 12. Dezember 2006

Cowes – Healesville
13.00 Uhr: Wir sind in Healesville angekommen. Gisela erwartet uns schon auf dem Driveway und wir müssen natürlich erst einmal erzählen. Mein geschundener rauer Hals kann kaum noch, aber wir sind so voll mit Eindrücken und sie will so viel wissen, dass ich einige Stunden später, als auch Bernd kommt, kaum noch ein Wort herausbringe. Ein paar Schnäpse verhelfen jedoch zu einer ruhigen Nacht.
17.10.08 13:04


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