Australien - Verwirklichung einer ganz verrückten Idee

 

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Sonntag, 10. Dezember 2006

Woodside Beach – Tidal River
Welch ein Abschluss unserer Australienfahrt: Wilsons Promontory!!!
In Foster nehmen wir telefonischen Kontakt von der öffentlichen Telefonzelle mit Gisela auf um sie zu beruhigen, dass wir dem Feuer gut entkommen sind. In der Zeitung, die uns ein netter Nachbar aus der Stadt mitgebracht hatte, hatten wir nämlich die Ausmaße des Brandes gesehen, es ist ja so, als ob halb Niedersachsen brennen würde. Das Satellitenbild zeigte auch die Qualmwolke, die sich über ganz Südost-Victoria erstreckt, bis hin zu Wilsons Prom.
Wir bezahlen am Parkeingang einundzwanzig Dollar für den Besuch und die Übernachtung, bekommen Hinweise und Merkblätter und fahren dann die restlichen dreißig Kilometer nach Tidal River. Aber schon auf halbem Weg halten wir an. Was ist das? Dünen mitten im Gebirge, und selbst so hoch wie die Berge? Beim Hinlaufen sehen wir, dass es wirklich überdimensionierte Sanddünen sind. Einige Schritte weiter, und wir sind am Meer. Wieder solch ein Gegensatz: Die sandige Bucht wird begrenzt von überhausgroßen rundgeschliffenen Granitbrocken. Wir stehen und staunen. Über einen Steinhaufen hinweg führt ein Weg. Von oben blicken wir in die nächste Traumbucht und wir können uns vorstellen, wie es nach Norden und Süden so weiter geht. Der Platz am Tidal River ist groß, aber, wie erwartet, nur wenig belegt. Wenn am Nachmittag die Wochenendgäste abgereist sind, wird nur noch eine Hand voll Camper auf dem Gelände zurückbleiben. In der Informationsstelle holen wir uns Tipps für Wanderungen, beschließen aber nach dem Kaffee, angesichts der Hitze aufs Laufen zu verzichten und uns lieber an den Strand zu legen. Wir haben einen traumhaften Stellplatz ausgesucht, von dort geht es auf einem schmalen Weg durchs Gebüsch direkt zum Fluss. Hier erwartet uns die nächste Überraschung. Durch ein weites Sandbett mäandert ein schmaler brauner Fluss und ergießt sich direkt ins Meer. Das Wasser hat bestimmt 35 Grad, Kinder plantschen darin herum, Erwachsene liegen daneben. Das Wasser ist flach, wir ziehen die Schuhe aus und wandern direkt in den Ozean. Es herrscht Ebbe, der Strand ist unendlich breit und das Wasser geht einem beim Hineinwaten auf mehreren hundert Metern kaum über Bauchhöhe. So kann ich die Felsnasen im Wasser umlaufen und stundenlang spazieren gehen. Am Abend, nachdem wir unsere letzten Eier als Senfeier verarbeitet haben, wir haben hier keinen Strom und der Kühlschrank läuft nicht ewig, gehen wir noch einmal zum Strand. Über eine Stunde lang laufen wir an der Wasserkante entlang und nehmen Abschied von diesem so vielfältigen Land. Später ziehen wir uns wegen der Mücken in den Wagen zurück, in den letzten drei Tagen hat die Insektenplage zugenommen, da haben wir das auch noch mitbekommen.
17.10.08 13:02
 


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